Urs Frauchiger

„Denn alles Fleisch, es ist wie Gras“ (Brahms, Deutsches Requiem) 

Die Kühe sehen es wohl umgekehrt.

Und die Metzger auch. 

25.11.2020

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Wir stehen alle auf den Schultern anderer Menschen. Das ist gut so und soll so sein.

Nicht sein müsste, dass wir, sobald wir oben stehen, die untendran in Grund und Boden trampeln, um nach aussen den Anschein, nach innen die Illusion zu erwecken, wir hätten das alles aus eigener Kraft und dank unseres Genies erreicht.

19.11.2020

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Corona. Gerade jetzt muss man aufpassen, dass Alleinsein und Einsamsein nicht miteinander verwechselt werden. 

15.11.2020

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Stammtischgelächter: Verklemmte Lustigkeit aus dutzend Kehlen. Oder aus Dutzendkehlen?

06.11.2020

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Wer die Fülle der herrlichen, überragenden, grossen und erschütternden Bücher sieht, die er lesen müsste, liest deshalb gar nichts mehr und erspart so eine Menge Zeit für anderes, z.B. fürs Bücherschreiben.  (frei nach Alfred Polgar)

04.11.2020

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